SCHULORDNUNG
Unsere Schule ist ein Ort, an dem sich kleine und große Menschen unterschiedlichen Alters begegnen. Wir verbringen viel Zeit miteinander, um zu lernen und zu spielen. Damit wir uns alle wohl fühlen können, wollen wir aufeinander Rücksicht nehmen und uns an vereinbarte Regeln halten.
Wir respektieren einander.
Wir wollen uns stets Mühe geben, mit jedermann in unserer Schule höflich und offen zusammenzuarbeiten. Freundliches Verhalten und gutes Benehmen, zu dem zum Beispiel auch „Bitte“ und „Danke“ oder „Entschuldigung!“ gehört, tut allen gut.
Wir wollen, dass niemand beleidigt oder verletzt wird; auch Worte können verletzen. Daher ist es selbstverständlich, dass wir keine Schimpfwörter benutzen.
Für unsere Schüler gilt:
1. Ich möchte mich an unserer Schule wohl fühlen, in Ruhe lernen und gut mit den anderen auskommen. Deshalb
- komme ich pünktlich zum Unterricht.
- nehme ich nichts weg, was mir nicht gehört.
- beschädige ich nichts.
- nehme ich im Unterricht und beim Spielen Rücksicht
auf die anderen Kinder und Erwachsenen.
2. Unfälle bringen Schmerzen, Aufregung und Ärger mit sich. Deshalb vermeide ich sie, indem ich
- auf den Treppen und Gängen rechts gehe und nicht renne.
- im Schulgebäude nicht tobe, schubse, zanke und schreie.
- die Türen nicht zuhalte.
- keine gefährlichen Dinge mit in die Schule bringe.
- auf dem Schulhof nicht mit Steinen, Sand, Schneebällen
werfe.
- während der Unterrichtszeit und in der Pause das
Schulgelände nicht verlasse.
3. Ich wünsche mir eine saubere und schöne Schule. Deshalb
- werfe ich Abfälle in die Papierkörbe.
- gehe ich ordentlich mit dem Eigentum der Mitschüler
sowie mit dem Eigentum der Schule um.
- halte ich die Toiletten sauber.
- spiele ich nicht in den Toilettenräumen.
Und noch einmal:
Sollte doch einmal etwas schief gehen oder habe ich etwas falsch gemacht: „Entschuldige bitte!“ zu sagen tut nicht weh und kann einen großen Streit vermeiden.
Folgen bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Schulordnung
1. Es wird ein Gespräch mit allen Beteiligten geführt. Dabei sollen eine Entschuldigung und eine Wiedergutmachung in direktem Bezug auf das Fehlverhalten erfolgen.
2. Die Eltern werden informiert: telefonisch und /oder
schriftlich und ggf. zu einem Gespräch geladen.
3. Ein vorübergehender Wechsel in eine andere Lerngruppe kann stattfinden.
4. In Absprache mit den an der Erziehung Beteiligten kann ein Ausschluss von gemeinsamen schulischen Aktivitäten oder Veranstaltungen beschlossen werden.
5. Eventuell wird ein erneutes Gespräch mit den Eltern geführt; dabei wird auf Möglichkeiten der Erziehungsberatung hingewiesen. Die Eltern werden über weitere Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen informiert.
6. Zum Schutz der anderen Schüler werden Maßnahmen aus dem Schulgesetz angewendet.
7. Der Lehrer kann den Vorfall durch eine Notiz in der Schülerakte vermerken.
Von unseren Eltern erwarten wir:
Um den Lernerfolg und die Lernatmosphäre zu unterstützen ist es selbstverständlich, dass sie
• ihren Kindern die Grundvoraussetzungen für das Leben in einer Gemeinschaft (Sozialkompetenz) vermitteln und ihre Kinder zur Toleranz, Höflichkeit sowie Rücksichtnahme erziehen.
• sicherstellen, dass ihre Kinder regelmäßig und pünktlich die Schule besuchen.
• dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder regelmäßig die Hausaufgaben machen und die notwendigen Arbeitsmaterialien vorhanden sind.
• Interesse am Lernfortschritt ihrer Kinder zeigen.
• Sorge tragen für das Benehmen ihrer Kinder in der Schule und auf dem Schulweg.
• die Grundbedürfnisse ihrer Kinder (ausreichender Schlaf, gesundes Frühstück, dem Wetter angemessene Kleidung, …) sicherstellen.
• regelmäßig an Elternabenden und Sprechstunden
teilnehmen.
• sich, wenn zeitlich möglich, an Schulgremien und am
Schulleben beteiligen.
• ihre Kinder bei Fehlzeiten in geeigneter Form
entschuldigen.
Von unseren Lehrerinnen und Lehrern erwarten wir fundierte Professionalität,
d.h. dass sie
• die gesetzlich vorgeschriebenen Lerninhalte vermitteln und angemessen überprüfen.
• durch vielfältige Methoden und anschauliche Materialien Freude am Lernen wecken.
• Werte unserer Gesellschaft vermitteln, wie z.B. soziale Haltung in der Gruppe, gegenseitiges Helfen, gewaltfreies Lösen von Konflikten, Toleranz gegenüber anderen Meinungen…
• unterschiedliche familiäre Verhältnisse und unterschiedliche Nationalitäten in die Klassengemeinschaft einbinden.
• die Schülerinnen und Schüler als Einzel- und Gruppenwesen wahrnehmen und fördern.
• auf das Wohlergehen jeder Schülerin und jedes Schülers
achten.
• den Kontakt zum Elternhaus pflegen.
• sich zur fachlichen und methodischen Fortbildung
verpflichtet fühlen.
Die Schulordnung tritt ab 26.10.2010 in Kraft!
Streitschlichter an der Ewaldschule
So fing alles an … im schulischen als auch im sozialpädagogischen Bereich wird ein besonderes Augenmerk auf den Erwerb sozialer Kompetenzen gelegt. Besonders im Zuge der zunehmenden Probleme mit dem Sozialverhalten der Schüler beschäftigen sich Lehrer und Erzieher intensiv mit dem Thema „Umgang mit Konflikten“. Um den Kindern konstruktiv und für sie praktikable Konfliktlösungsstrategien an die Hand zu geben, begann im September 2010 für acht Schüler der vierten Klassen die Ausbildung zu Streitschlichtern.
Unter der Leitung von Frau Möske lernten Melina, Jonas, Celina, Anna aus der Klasse 4b und Daniel, Fabian, Anna, Luisa aus der Klasse 4a innerhalb eines 6-Stufen-Modells die Kunst der Mediation. Jeden Mittwoch und Donnerstag traf sich die Gruppe jeweils für eine Stunde und absolvierte fleißig die 12 Ausbildungseinheiten des Konzepts „Grundschüler werden Streitschlichter“. Altersgerecht wechselten sich bei den Einheiten Spiele zum Kennen lernen, Aufwärmen und zur Förderung des Selbstwertgefühls mit Kommunikationsübungen und Rollenspielen ab, die bei den Schülern äußerst beliebt waren. Vielseitige Übungen, Bilder und Geschichten stellten immer wieder Bezug zu den Alltagserfahrungen der Kinder mit Konflikten her. Besonders die Rollenspiele halfen ihnen, die Gesprächsleitung innerhalb eines Konfliktes zu üben.
Am 19.01. und 20.01.2011 war nun endlich der große Tag gekommen! Die abschließende Prüfung zum Streitschlichter-Führerschein absolvierten alle acht Streitschlichter mit Bravour.
Ab sofort stehen die acht Streitschlichter den Schülern der Ewaldschule in bzw. nach den Pausen in ihren eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung.
Wir wünschen ihnen bei den Mediationen viel Erfolg und bedanken uns für ihren engagierten Einsatz!